Gemeinsame Güter und kollektive Rechte

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt dieses Projektes, pharmacy dass auf die Anerkennung gemeiner Güter und kollektiver Rechte in den einzelnen Gesellschaften in den Ländern, see aber auch der gesamten Menschheit dieses Planeten zielt, web ist im Grunde genommen das MANIFEST VON CASTELINA. Dieses Manifest wurde im Februar 2009 in Castellina / Toscana, Italien von einem guten Duzend  Vertreter von Organisationen der Zivilgesellschaft erarbeitet und einstimmig verabschiedet. Autoren dieses Manifestes sind:

  • Nelly Bandarrajazra, AFEM, Bruxelles, Belgien
  • Jean?Claude Boual, CELSIG, Paris, France
  • Anne?Marie Boyer, COMITE POLITIQUE & PAUVRETE, Puiseux Le Hauberger, France
  • Pietro Emili, ECAS, Bruxelles, Belgique
  • Horst Grützke, Réseau de Citoyens européens EUROPE MAINTENANT, Potsdam, Allemagne
  • Matthieu Calame, Chargé de programme à la FONDATION CHARLES LEOPOLD
  • MAYER, Paris, France
  • Philippe D. Grosjean, Ständiges Forum der Zivilgesellschaft, Brüssel
  • Raymond Van Ermen, European Partners for the Environment, Bruxelles, Belgique
  • Daniel Hackenberg, INITIATIVE ZIVILGESELLSCHAFT, Vienne, Autriche
  • Jacqueline De Groote, MOUVEMENT EUROPEEN INTERNATIONAL, Bruxelles, Belgique
  • Mikael Böök, NETWORK INSTITUTE FOR GLOBAL DEMOCRATIZATION, Helsinki, Finlande Mit dem Manifest von Castalina sollte nach Meinung der Autoren zumindest der Ansatz einer Antwort auf die Herausforderungen der weltweiten Finanz-, Wirtschaft-, Politik-, Kultur- und Demokratiekrise geben werden, für die die herrschende Politik bislang keine gefunden bzw. gegeben hat.

Gleichzeitig stellt dieses Manifest von Castellina auch eine ersten Schritt zur Realisierung einer neuen Demokratieform, die der partizipativen Demokratie, dar. Bereits seit einiger Zeit kommt aus der Zivilgesellschaft diese Forderung, verbunden mit der beweisbaren Feststellung, dass die Menschheit heute unter den Bedingungen der gegenseitigen Abhängigkeit eines jeden Menschen lebt.

Seit Castellina organisiert sich die europäische Zivilgesellschaft regional und lokal, um die Forderung  nach Anerkennung der gemeinsamen Güter und der kollektiven Rechte Realität werden zu lassen. In Brüssel debattiert man im Ständigen Forum der Zivilgesellschaft über die theoretische Auslegung von gemeinsamen und öffentlichen Gütern; in Rom organisierte der Mitorganisator der Tagung von Castellina, Virgilio Dastoli, ein Kolloquium zu den Fragen der öffentlichen Güter und der kollektiven Rechte und bereitet für Mai 2011 eine weitere große Konferenz vor. Noch im Oktober 2010 berieten schottische Bürger zu diesem Thema, um ihrerseits auch die europäische Breite dieser Antwortfindung auf die  weltweite noch immer andauernde Krise zu finden.

Viele sehr unterschiedlich thematisierten Vereine der Zivilgesellschaft mit ihren  Forderungen nach Frieden, nach einer atomwaffenfreien Welt, auf nachhaltige Entwicklung auf allen Kontinenten, nach einer von der Menschheit insgesamt zu übernehmenden Verantwortung für den Erhalt des Planeten mit seiner biologischen Vielfalt und Erneuerbarkeit, nach Durchsetzung der Gleichheit eines jeden Menschen, unabhängig von seiner Herkunft, seines Glaubens oder auch seiner sexuellen Bestimmtheit, viele dieser Vereine finden sich in jenen Fragen zusammen, die sie nur gemeinsam lösen können.

Die unterschiedliche strukturierte Zivilgesellschaft ist aufgerufen, sowohl das Eine als auch das Andere  in transnationalem Zusammenwirken zu realisierten. Nur so kann der Erfolg gesichert werden.

Diese neue Qualität der Zusammenarbeit innerhalb der Zivilgesellschaft wird sich nach Auffassung sowohl der Autoren und Initiatoren und der Mitunterzeichner dieses Projektes „Pakt der Völker über gemeinsame/öffentliche Güter und kollektive Rechte“ als Erfolg sichernde  Aktion erweisen.  Diese Gewissheit rührt im übrigen auch aus der Erkenntnis her, dass zum Beispiel einige lateinamerikanische Völker auf legalem Wege ihre gemeinsamen und öffentlichen Güter bereits selbst bestimmt haben und auch die jeweilige kollektiven Rechte – aber Pflichten darauf verfassungsgemäß festschrieben. Wie lange noch in Europa zögern, diesen Weg ebenfalls zu gehen? Die europäische Grundrechte-Charta braucht nur durch kollektive Rechte ergänzt und auf den einzelnen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens die Bürgerbeteiligung an der Entwicklung de Gesellschaft verwirklicht werden.

Horst Grützke

23.04.2010

Kommentar absenden